Alleine geht es nicht! Die Energiewende braucht neue Partnerschaften.

Kaum ein politisches Projekt greift derart stark in die Lebenswirklichkeit der Bürgerinnen und Bürger ein wie die Energiewende. Die Reduzierung des Energieverbrauchs, die Erhöhung der Energieeffizienz, der Ausbau von intelligenten Netzen, Leitungen und Speicherkapazitäten – all diese Vorhaben brauchen die Akzeptanz der Bürger. Schließlich geht es nicht um einzelne technische Veränderungen, sondern um ein gänzlich neues System der Energieversorgung.

Klar ist deshalb: Die Energiewende muss als Gemeinschaftsprojekt aller Akteure begriffen werden – den Kommunen und Energieversorgern, Bürgern sowie dem Naturschutz.
Dazu brauchen wir neue Partnerschaften. Wir müssen neue Verfahren und Methoden entwickeln, die sicherstellen, dass die unterschiedlichen Einzelinteressen sich mit dem gesamtgesellschaftlichen Interesse am Klimaschutz vereinbaren lassen. Außerdem brauchen wir eine breite Teilhabe an der Wertschöpfung. Lasten und Gewinne müssen gerecht verteilt werden. Es gilt neue schlanke und effektive Verfahren zu entwickeln, die demokratische Ansprüche nach Fairness sowie Transparenz einlösen und die zugleich tragfähige, belastbare Ergebnisse hervorbringen.

Das funktioniert am besten auf der lokalen Ebene: Lokale Partnerschaften zwischen Bürgern, Wirtschaft, Politik und Verwaltung eröffnen den Weg für neue Konzepte. Gemeinsam können in einem Quartier Synergien entdeckt und intelligent genutzt werden – etwa indem ein Gewerbekomplex die Wärme für das benachbarte Wohnviertel liefert und das zum Vorteil aller.
Mit gut vernetzten und durch Partnerschaften entwickelten Kiezlösungen, wird die Energiewende im Stadtquartier demokratisch und sozialverträglich.

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Die neue Kolumne von Frank Mattat