Ein Raum in der Fabrik mit vielen Rohren

Wärmenetz Mariendorf: Impuls für die kommunale Wärmeplanung.

  • Mit dem Wärmenetz Mariendorf plant GASAG Solution Plus ab 2030 bis zu 9.000 Berliner Haushalte mit Wärme zu versorgen.

Prüfgebiete der kommunalen Wärmeplanung in Tempelhof-Schöneberg

Die kommunale Wärmeplanung in Berlin steht vor Abschluss und bereits jetzt ist klar, in welchen Gebieten Wärmenetze oder dezentrale Versorgungsarten (zum Beispiel Wärmepumpen) zum Einsatz kommen. Ebenfalls ist abzusehen, dass viele Gebiete der Stadt, darunter große Teile des Bezirks Tempelhof-Schöneberg, als sogenanntes Prüfgebiet ausgewiesen sind.

Prüfgebiete bedeutet: Diese dicht besiedelten Gebiete sind aus Sicht der planungsverantwortlichen Stelle für Wärmenetze gut geeignet. Es besteht aber Unsicherheit, ob Wärmenetze in diesen Gebieten tatsächlich realisiert werden können: Wärmenetzbetreiber lassen sich für die neu zu erschließenden Gebiete kaum finden, da die Wärmewende die Versorger ohnehin vor große technische und wirtschaftliche Herausforderungen stellt.

Mit dem Wärmenetz Mariendorf plant GASAG Solution Plus, eine bedeutende Lücke im Wärmeausbau für den Bezirk zu schließen. Ein ganzer Stadtteil soll hier zukünftig durch ein neues klimafreundliches Wärmenetz versorgt werden. GASAG Solution Plus zeigt damit, welche Impulse notwendig sind, um die Wärmewende in Berlin erfolgreich umzusetzen.


Abwärmenutzung im Marienpark

Das Leuchtturmprojekt für das Wärmenetz Mariendorf entsteht rund um den Marienpark, dem ehemaligen Gelände einer GASAG Gasanstalt. Im Marienpark wird die Abwärme eines Rechenzentrums von Nippon Telegraph and Telephone (NTT) in der Energiezentrale von GASAG Solution Plus eingesammelt und über ein Nahwärmenetz ab Mitte 2027 im Gebiet verteilt. Zukünftig wird auch die Abwärme aus dem Rechenzentrum von VIRTUS als Abwärmequelle zur Verfügung stehen und an das Nahwärmenetz Marienpark angeschlossen.

Das Wärmenetz Mariendorf versorgt die Marienhöfe

Ein großer Abnehmer der Abwärme aus dem Marienpark sind die Marienhöfe nördlich des Marienparks. Das Neubaugebiet auf der Fläche des ehemaligen Güterbahnhofs wird 840 Wohnungen und ein Gewerbequartier umfassen. Der Baustart für den Bauabschnitt Nord, das Wohnquartier, erfolgte bereits. Die Abwärme aus den Rechenzentren erreicht das Quartier über eine 2,5 Kilometer lange Wärmetrasse. In der Energiezentrale der Marienhöfe wird diese Abwärme auf Nutzwärmeniveau angehoben. Die Wärmeversorgung soll zum zweiten Quartal 2027 starten.

Stilisierte Überblickskarte: Verlauf Wärmenetz der GASAG Solution Plus in Berlin-Mariendorf
Schematische Darstellung der Wärmetrassenführung des Wärmenetzes vom Marienparkt zu den Marienhöfen

Planung und Erschließung des Wärmenetzes Mariendorf

Die Wärmeversorgung der Marienhöfe zeigt, wie der Wärmenetzausbau in Mariendorf durch GASAG Solution Plus funktionieren kann. Basierend auf unserer Expertise planen wir im Zentrum von Mariendorf eines der größten Projekte zur Nutzung von Rechenzentrumsabwärme in Europa. Mit der Abwärme aus dem Marienpark werden hier über zwei Heizzentralen mit mehreren Großwärmepumpen über 60 Megawatt Wärmeleistung erzeugt, mit der in Zukunft bis zu 9.000 Haushalte mit über 70 Grad Celsius heißer Wärme versorgt werden.

Somit löst GASAG Solution Plus als neuer Wärmenetzbetreiber mit dem Wärmenetz Mariendorf in einem Prüfgebiet des Bezirks Tempelhof-Schöneberg eine der zentralen Herausforderung in der kommunalen Wärmeplanung in Berlin. Die Wärmelösung bietet gleichzeitig nachhaltige, preisstabile und versorgungssichere Wärme für die Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks. Wo die Berliner Wärmeplanung keine Versorgungslösung sah, steht mit dem Wärmenetz Mariendorf ein Plan für die Wärmeversorgung ab 2030.

GASAG Solution Plus plant zukünftig noch weitere Prüfgebiete in ganz Berlin mit Wärme aus klimafreundlichen Wärmenetzen zu erschließen und versorgen.