Luftaufnahme des EUREF-Campus in Berlin mit Gasometer, modernen Bürogebäuden und Bahngleisen im Vordergrund. Bild mit KI erstellt.

EUREF-Campus.

Energieversorgung für ein ganzes Quartier

Auf dem EUREF-Campus in Berlin-Schöneberg betreibt GASAG Solution Plus die Energiewerkstatt, die das gesamte Stadtquartier mit Wärme und Kälte versorgt. Gesteuert wird die Energieanlage von einer künstlichen Intelligenz. Das Quartier rings um den alten Gasometer in Schöneberg versteht sich als Modell für ein innovatives Stadtquartier.

Auf dem EUREF-Campus (kurz für Europäisches Energieforum) arbeiten 3.500 Menschen in Unternehmen aus den Bereichen Energie und Mobilität. Die Energieversorgung für das 5,5 Hektar große Gelände erfolgt über das Energiekonzept der GASAG Solution Plus.

EUREF-Campus

Die gesamte Energie für den 5,5 Hektar großen Campus wird CO2-neutral erzeugt, dank eines Energiekonzepts der GASAG Solution Plus. Foto: Leo Seidel Bild mit KI erstellt.
  • Status: Realisiert
  • Bauart: Neu- und Bestandsbauten
  • Energieoutput: 8.600 MWh/Jahr insgesamt
  • Gesamtfläche: 165.000 m2
  • Energiekonzept: Wärme- und Kälteversorgung
  • Technologie: Blockheizkraftwerk, Power-to-Heat/Power-to-Cold, Nahwärmenetz

Bundesweit erste P2H/P2C-Anlage, die erneuerbare Energie speichert

GASAG Solution Plus – selbst auf dem EUREF-Campus ansässig – versorgt vor Ort alle 25 Gebäude mit einer Gesamtfläche von 165.000 Quadratmetern über eine hochmoderne Energiezentrale mit Wärme und Kälte. In der EUREF-Energiewerkstatt werden 100 Prozent des Wärmebedarfs des Geländes gedeckt. Drei Blockheizkraftwerke – zwei werden mit Biomethan, eines mit Erdgas betrieben – erzeugen Energie für die Versorgung des Campus. Der produzierte Strom wird – abzüglich des Betriebsstroms für die Energieanlage selbst – in das Berliner Stromnetz eingespeist. Die dabei entstehende Abwärme aus dem Generator erhitzt Wasser, mit dem die Gebäude auf dem Campus beheizt werden.

Das 90 Grad heiße Wasser fließt dazu durch insgesamt 2,5 Kilometer lange Nahwärmerohre. Drei Kälteanlagen kühlen die Serverräume auf dem EUREF-Campus und sorgen für angenehme Temperaturen in den Büros – auch im Sommer. Eine Power-to-Heat-/Power-to-Cold-Anlage erzeugt Wärme und Kälte aus erneuerbarem Strom und kann Energien für die spätere Nutzung speichern und später nutzbar machen. Ist Strom besonders günstig, erhitzt oder kühlt die Anlage Wasser, das dann in zwei stark isolierten Wassertanks für die spätere Nutzung gespeichert wird. Dieses P2H/P2C-Speichersystem ist das erste seiner Art in Deutschland und Teil eines vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Forschungsprojekts.

Energiezentrale mit großen Wärmespeichern, Rohrleitungen und digitaler Anlagensteuerung zur Wärmeversorgung von Gebäuden. Bild mit KI erstellt.
Der EUREF-Campus erfüllt seit 2014 die Klimaschutzziele der Bundesregierung für 2045.
Person nutzt ein Tablet zur Steuerung und Überwachung von Pumpen und Rohrleitungssystemen in einem Technikraum. Bild mit KI erstellt.
Die Energiezentrale des Campus wird von einer künstlichen Intelligenz gesteuert.

Künstliche Intelligenz steuert Energieversorgung

Die Energiezentrale wird von einer künstlichen Intelligenz gesteuert. Im laufenden Betrieb ermittelt sie, wie sich die Anlage möglichst energiesparend betreiben lässt. In die Berechnungen werden Wetterprognosen, Strompreise, Gebäudeinformationen und durchschnittliche Verbräuche einbezogen. Mit dieser intelligenten Energieversorgung kann die Energiewerkstatt des EUREF-Campus als Vorbild für moderne Stadtquartiere mit integriertem Energiekonzept dienen.

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Porträt Ferdinand Krien in dunklem Sakko vor einem unscharfen Gasometer im Hintergrund. Bild mit KI erstellt.

Ferdinand Krien

Gruppenleiter Vertrieb und Projektentwicklung

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