Winterfeldstraße Haus Projekt

Winterfeldstraße.

Wärmewende im Bestand unter Beweis gestellt

In Berlin-Schöneberg machen wir einen typischen Bestandsbau aus den 70er-Jahren fit für die Zukunft. Dank Wärmepumpe und cleverer Auslegung erfüllt das Energiekonzept alle Anforderungen an eine zukünftige Wärmeversorgung – ohne Komforteinbußen oder Preissteigerung bei den Bewohnerinnen und Bewohnern.

Winterfeldstraße

Grüne Kennzahlen für die Referenz Winterfeldstraße: Die CO₂-Emission liegt bei 68 Gramm pro Kilowattstunde.
  • Status: Im Bau
  • Bauart: Bestand
  • Energieoutput: ca. 45 kW Wärmepumpe und 180 kW Spitzenlastkessel
  • Wärmemenge: ca. 135.000 kWh
  • Energiekonzept: Hybridlösung aus Wärmepumpe plus Spitzenlastkessel
  • Technologie: Luftwärmepumpe plus Erdgas-Brennwertkessel zur Spitzenlastabdeckung

Grüne Kennzahlen für das Projekt Winterfeldstraße

Grüne Kennzahlen EE-Anteil
Grüne Kennzahlen Co2 Emissionen
Grüne Kennzahlen für die Referenz Winterfeldstraße: Die CO₂-Reduktion liegt bei 21,6 Tonnen pro Jahr.

Wie wir unsere KPIs errechnen, beschreiben wir in unserer Erklärung der grünen Kennzahlen.

Ein echter Regelfall im städtebaulichen Wohnungsbestand

Das Mehrfamilienhaus in der Winterfeldstraße in Berlin-Schöneberg steht fast sinnbildlich für das Gros im städtischen Wohnungsbaubestand. Ein Nachkriegsbau dessen Bausubstanz gegenüber Neubauobjekten einen erhöhtem Wärmebedarf aufweist.

Energetische Sanierungsmaßnahmen an der Bauhülle sind nur eingeschränkt realisierbar. Die Platzverhältnisse zur Nutzung von Umweltenergien wie Erdwärme sind beschränkt oder gar nicht vorhanden. Da kein Wärmenetz in vertretbarer Reichweite verfügbar ist, bleiben nur wenige Optionen für eine dezentrale Wärmelösung, die den gesetzlichen Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) entspricht.

So gelingt die Dekarbonisierung im Bestandbau 

Mit unserem Contracting-Projekt in der Winterfeldstraße treten wir den Beweis an, dass die anstehenden Herausforderungen der Wärmewende auch unter herausfordernden Bedingungen lösbar sind. Nach intensiver Prüfung der baulichen Gegebenheiten und im engen partnerschaftlichen Dialog mit der Gewobag als Eigentümerin des Gebäudes haben wir uns für eine Hybridlösung entschieden.

Dabei übernimmt eine Luftwärmepumpe die Grundlastversorgung und ermöglicht so die weitgehend regenerative Wärmeerzeugung. Der vorhandene Kessel, der bis dato die Wärmeversorgung allein übernommen hat, wird bedarfsgerecht nur noch zu bei Spitzenlasten oder sehr tiefen Außentemperaturen zugeschaltet, um eine durchgehend zuverlässige Versorgung sicherzustellen.

Projekt Winterfeldstraße der GASAG Solution Plus: Eine Wärmepumpe in einer dunkelgrauen Metalleinhausung steht auf zwei Betonblöcken verankert.
Außeneinheit der Luftwärmepumpe mit Schallschutzeinhausung im Innenhof des Projekts Winterfeldstraße in Berlin-Schöneberg. Foto: GASAG Solution Plus.

Die Regelung erfolgt über ein intelligentes, übergeordnetes System, das es ermöglicht, beide Wärmeerzeuger aufeinander abzustimmen und ein effizientes Gesamtsystem zu betreiben.

Die Belange der Bewohnerinnen und Bewohner im Blick

Wir sind überzeugt: Die Wärmewende kann nur gelingen, wenn sie sozialverträglich umgesetzt wird – und zwar ohne spürbare Belastungen für die Menschen vor Ort. Deshalb lag unser Augenmerk von Anfang an darauf, den Bewohnerinnen und Bewohnern keine Einschränkungen der Wohnqualität zuzumuten oder zusätzliche Kosten aufzuerlegen.

Durch ein ausgewogenes technisches Konzept und Unterstützung unseres Kunden Gewobag gelang uns beides. Die Wärmekosten bleiben auch künftig stabil und durch eine optimierte Aufstellung der Außeneinheit im Innenhof plus Schalleinhausung reduzieren wir die Geräuschemissionen auf ein kaum wahrnehmbares Maß.

So ergänzen sich Luftwärmepumpe und Gasheizung

Erklärgrafik Luftwärmepumpe und Gasheizung im Quartier
Die Infografik verdeutlicht, wie die Luftwasserpumpe und der Gas-Spitzenlastkessel beim Heizen eines Bestandsbaus aus den 70er-Jahren zusammenarbeiten. Grafik: GASAG Solution Plus, C. Vogel

Die Summe der Maßnahmen führt zum Erfolg

In einem Bestandsbau ist es die Kombination verschiedener Maßnahmen, die zum Erfolg führen und das Gebäude energetisch fit machen für die nächsten Jahrzehnte.

  • In diesem Projekt setzen wir eine Wärmepumpe mit circa 45 Kilowatt Leistung für die Grundlast ein.
  • Den Auslegungspunkt haben wir bei minus 7 Grad Celsius gesetzt.
  • Ein Pufferspeicher sorgt für die hydraulische Entkoppelung und längere Laufzeiten der Anlage.
  • Der Spitzenlastkessel kommt so nur selten zum Einsatz und wir erreichen in Summe knapp 70 Prozent EE-Anteil in der Wärmeversorgung.

Das Projekt Winterfeldstraße zeigt: Die Wärmewende ist auch mit dezentralen Lösungen im Bestand machbar. GASAG Solution Plus setzt sein Know-how ein, um gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden den Weg in eine klimaschonende Zukunft zu gehen.

Sie haben Fragen zum Projekt Winterfeldstraße?

Florian Stärk Senior Projektleiter

Florian Stärk

Senior Projektleiter